Wie viel kann man mit Eigenleistung tatsächlich sparen?
Kurzantwort
Mit Eigenleistung lassen sich als Richtwert meist 5 bis 15 Prozent der Gesamtkosten sparen, grob 20.000 bis 60.000 Euro – je nachdem, wie viele Gewerke Sie selbst übernehmen. Eingespart werden allerdings nur die Lohnkosten der Handwerker; Material, Werkzeugmiete und Transport zahlen Sie weiter. Die Nettoersparnis fällt daher kleiner aus als oft gedacht.
Die Höhe der Ersparnis hängt vor allem davon ab, welche und wie viele Gewerke Sie stemmen. Lohnintensive Arbeiten wie Trockenbau, Malern und Bodenverlegen bringen am meisten, weil dort der Lohnanteil hoch ist. Wer nur streicht und Boden verlegt, bleibt am unteren Ende der Spanne; wer zusätzlich Trockenbau und Dämmung übernimmt, am oberen.
Rechnen Sie die Ersparnis je Gewerk sauber durch: ersparte Lohnkosten minus Material-, Werkzeug- und Mietkosten ergeben die Nettoersparnis. Nur die Arbeitszeit zählt als Eigenleistung, das gilt auch für die Anrechnung als Muskelhypothek bei der Bank. Material wird nicht angerechnet.
Praxis-Hinweis: Kalkulieren Sie konservativ und planen Sie einen Puffer ein, denn überschätzte Eigenleistung ist ein häufiger Grund für Nachfinanzierung. Der Eigenleistungsrechner hilft bei einer realistischen Schätzung. Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte für 2026.
Unverbindliche Orientierung – keine Preisauskunft, kein Angebot und keine Rechts- oder Bauberatung im Einzelfall.
